Bert-Hubls
Kreativität ist ungebrochen
Neue
Ausstellung in Lixfeld
Angelburg-Lixfeld
(val). Bert-Hubl mag krank sein, aber sein Schöpfungsdrang ist
ungebrochen. Im
vergangenen
Jahr hat der Künstler zehn neue Gemälde geschaffen, die den
Kern der neuen Ausstellung
"Wandel
des Seins im Wandel der Kunst" in der Galerie im Angelburger Kunst- und
Kulturhaus bilden.
Ihn
beeindrucke dieser unheimliche Schaffenswille zutiefst, sagte Detlef
Ruffert,
Vorsitzender
des Vereins zur Bert-Hubl-Kunstförderung, bei der Eröffnung
der
Ausstellung.
"Man hat das Gefühl, dass er regelrecht explodiert und noch einmal
richtig
aufblüht", sagte Ruffert und würdigte vor allem die
Strahlkraft der neuen
Bilder.
Die Intensität der Farben im Bild "Imbio" etwa stehe in einem
direkten
Gegensatz
zum gesundheitlichen Zustand Bert-Hubls: Das Bild leuchte, strahle
Zuversicht,
Mut und Kraft aus und erfülle den Betrachter mit Lebensdurst.
Ruffert
sieht
darin eine Form der Kommunikation des Künstlers mit den Betrachtern
seiner
Werke. "Auch wenn er nicht direkt zu uns spricht, zeigen sie, wie es in
seinem
Inneren aussieht."
Mit
seinen neuen Werken bringe Hubl das Thema der Ausstellung auf den Punkt.
"Sein
bedeutet immer Wandel. Ein statisches Sein funktioniert einfach nicht",
stellte
der Vorsitzende fest und unterstrich dies mit einem Zitat von Sokrates:
"Wer
glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden." Bert-Hubl
jedenfalls
befinde sich noch immer in der Entwicklung ,und "er ist ein
Visionär,
der uns die Welt mit anderen Augen
sehen lässt."
Angelburg
zu einem bedeutenden Standort für Kunst machen
Dem
stimmte auch Heinz Westermann als künstlerischer Leiter der
Ausstellung
zu.
In seinen neuen Bildern habe Bert-Hubl etliche Eindrücke des
aktuellen
Zeitgeschehens
verarbeitet - darunter zum Beispiel den Tsunami und die
anschließende
Atomkatastrophe in Fukushima. "Er hat sich aber auch durch die
Fotos
inspirieren lassen, die wir von der letzten Ausstellung vor einem Jahr
in
Steinperf
gemacht haben und an der er nicht teilnehmen konnte", sagte
Westermann
weiter. Damit erzähle jedes einzelne Gemälde eine Geschichte
seines
Denkens
und Empfindens.
Seinen
Blick richtet der Kunstförderverein aber auch über die
aktuelle Ausstellung
hinaus,
wie Detlef Ruffert abschließend betonte: "Wir warten darauf, dass
sich
endlich
in der Dorferneuerung in Lixfeld etwas bewegt und das Kunst- und
Kulturhaus
vielleicht aufgewertet wird." Das wäre die konsequente
Fortführung
dessen,
was Bert-Hubl vor vielen Jahren begonnen habe: Angelburg zu einem
bedeutenden
Kunststandort zu machen.